Viele Handwerker verlangen zu wenig, weil sie nur den Lohn rechnen. Dein Stundensatz muss aber alle Betriebskosten decken — sonst arbeitest du drauf.
Ein tragfähiger Stundensatz besteht aus: 1) deinen gesamten Jahreskosten (Unternehmerlohn oder Gehalt, Fahrzeug, Werkzeug, Miete, Versicherung, Büro), 2) den tatsächlich verrechenbaren („produktiven") Stunden und 3) einem Gewinnaufschlag.
Ein Jahr hat rund 1.760 Arbeitsstunden — aber davon sind nie alle verrechenbar. Urlaub, Krankheit, Weiterbildung, Angebote schreiben, Fahrten und Leerlauf gehen ab. Realistisch bleiben oft nur 1.400–1.600 produktive Stunden. Rechnest du mit 1.760, ist dein Satz automatisch zu niedrig.
Jahreskosten 60.000 €, produktive Stunden 1.500 → kostendeckend sind 40 €/Std. Mit 15 % Gewinn ergibt das einen Stundensatz von 46 €/Std netto. Darunter arbeitest du ohne Puffer für Investitionen oder schlechte Zeiten.